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Responder-Fahrzeug

KSOW, 09.08.2016

Die Versorgungsqualität der Rettungs- und Notfallmedizin wird unter anderem an den Elementen «Rettungskette» und «Hilfsfrist» gemessen. Seit Anfang 2016 ist auf den Obwaldner Strassen ein neues Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes unterwegs. Schweizweit gibt es erst eine Handvoll solcher «Rapid-Responder»-Systeme.

Hilfsfrist unter die Lupe genommen

Hilfsfrist bedeutet, dass in der Schweiz der Rettungsdienst in 90 % der Notfall-Einsätze innert 15 Minuten am Einsatzort eintreffen sollte.
Im Kanton Obwalden ist dies im voralpinen Gebiet nur im flachen Sarneraatal möglich. Falls die Ambulanz des Kantonsspitals Obwalden schon im Einsatz ist, müssen Rettungsfahrzeuge aus Nidwalden oder Luzern aushelfen. Dann dauert es 20 – 30 Minuten, bis das Rettungsteam beim Patienten eintrifft. Diese Lücke konnte mit dem neuen Einsatzelement erfolgreich geschlossen werden.

Wie wird das Responder-Fahrzeug eingesetzt?

Bei einem dringlichen Notfalleinsatz werden die Ambulanz (Rettungswagen) und das Responder-Fahrzeug (PKW) parallel alarmiert. Beide sind tagsüber am Kantonsspital stationiert. Die Ambulanz kann jetzt direkt zum Einsatzort fahren. Bisher musste sie einen Zwischenstopp von 2 – 3 Minuten vor der Notfalltüre am Spital einlegen, um die Anästhesie-Fachperson aufzunehmen. Dies übernimmt heute das Responder-Fahrzeug. Bereits nach drei Monaten Betrieb des Responder-Fahrzeugs kann eine positive Bilanz gezogen werden. Die Hilfsfrist ist deutlich verbessert worden.

Rettungssanitäter auf dem Responder-Fahrzeug

Auf dem Fahrzeug werden dipl. Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter mit langjähriger Berufserfahrung eingesetzt – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich motiviert den herausfordernden, neuen Aufgaben stellen. Der Rettungssanitäter des Responder-Fahrzeugs hat dieselben medizinpflegerischen Kompetenzen wie das Rettungsteam der Ambulanz. Sind die Ambulanzen des Rettungsdienstes Obwalden im Einsatz, und es trifft eine zweite Notfallmeldung ein, kommt das neue Responder-Fahrzeug als «Rapid-Responder» zum Einsatz. Unverzüglich fährt er zum zweiten Einsatzort und stellt dort die medizinische Versorgung bis zum Eintreffen des Rettungswagens sicher, welcher aus Nidwalden oder Luzern kommt und den Patiententransport übernimmt.

Welche medizinische Ausrüstung hat das Responder-Fahrzeug?

Das Responder-Fahrzeug ist mit allen wichtigen Hilfsmitteln der Rettungs- und Notfallmedizin ausgerüstet. So steht neben einem Einsatzrucksack mit Sauerstoff, Infusionen und Medikamenten ein Überwachungsmonitor inkl. Defibrillator zur Verfügung. Eine Kinder-Notfalltasche und eine elektrische Absaugpumpe ergänzen mit einer unterstützenden mechanischen Wiederbelebungsmaschine das Equipment. Spezielle Ausrüstung zur Eigensicherung und Versorgung von Unfallpatienten befindet sich ebenfalls an Bord.

UNSERE RETTUNGSMITTEL
1 Responder-Fahrzeug
(07.00 –17.00 Uhr Dienstzeit, 17.00 – 07.00 Uhr Pikett)
1 Rettungswagen (24 Stunden Dienstzeit)
1 Einsatzambulanz
vorwiegend für Verlegungsfahrten, zweites Einsatzelement
insbesondere in der Wintersaison
(Montag bis Freitag 11.00 – 18.00 Uhr Dienstzeit)

Responder-Fahrzeug

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